Zandvoort

Rennbericht: 24H Zandvoort 2016

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Die Vorbereitung
Es war mal wieder soweit. Nach einer eher mittelmäßigen Vorbereitung, dank dem Wetter der letzten Wochen, wurden Donnerstag Abend die ersten Dinge gepackt, alles an den beiden Rädern kontrolliert und einen Plan für Freitag geschmiedet. Morgens arbeiten, dann nach Hause und packen, warten bis meine Freundin zuhause ist, den Wohnungsschlüssel bei meinen Eltern abgeben und dann mit dem hoch vollem Auto die drei Stunden bis Zandvoort zur niederländischen Küste fahren. Soweit so gut, gegen 20 Uhr waren wir dann nach einer angenehmen Fahrt, mit teilweise sehr starken Regenschauern auch angekommen und konnten anfangen unsere Box einzurichten. Kurz nachdem wir angefangen haben die ersten Sachen auszuladen kamen dann auch schon die anderen Fahrer aus unserem Team an.

Dieses Jahr durften wir mit zwei Vierer Teams und zwei Einzelfahrern für Rad am Ring an den Start gehen.
Ich war dabei wieder im zweiten der beiden Vierer Teams und bei uns ist immer ganz klar, dass wir keine Ambitionen zum Treppchen haben sondern einfach das fahren was für uns machbar ist.

Nachdem wir dann alles ausgepackt, die Feldbetten aufgestellt und noch ein wenig gegessen haben war es dann auch schon soweit uns ins Bett zu legen und versuchen so viel Schlaf wie möglich vor dem Rennen mitzunehmen.

Samstag morgen war dann erstmal entspannt. Alle haben ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt. Die verbleibenden Fahrer sind noch angekommen und haben sich eingerichtet. Insgesamt war es das Übliche. Es wurde ausgiebig gefrühstückt. Einen Bäcker haben wir in der Nähe leider vergebens gesucht. Dinge wurden von A nach B und wieder zurück geräumt. Rad Klamotten wurden angezogen. In der Zwischenzeit sind die Team Kapitäne zum Renn Briefing gegangen. Da ich diesen Job schon die letzten zwei Jahre übernommen hatte war ich diesmal nicht unglücklich das jemand anderes diesen doch recht langweiligen Job übernehmen wollte. Irgendwann war es dann aber tatsächlich soweit, dass alle zusammen auf die Einführungsrunde gegangen sind. Da das Wetter schon morgens nicht so klar war und es lange nach Regen aussah haben wir dann doch noch recht plötzlich entschieden mit auf die  Einführungsrunde zu gehen.
Die Einführungsrunde ist in Zandvoort immer eine schöne entspannte Sache. Alle Teams gehen mit allen Fahrern zusammen auf die Strecke. Da in Zandvoort eine Runde nur ca 4,3 Km hat gibt es hier eine schöne Möglichkeit auch zusammen mit dem Team ein paar Minuten auf dem Rad zu verbringen.

Das Rennen
Nach der Einführungsrunde geht es dann immer sehr schnell. Die Fahrer welche nicht starten bringen schnell ihre Räder in die Box und der Start Fahrer stellt sich zum Le-Mans Start auf. Alle Fahrer auf die rechte Seite der Strecke, die Räder auf die andere und wenn es dann los geht versuchen alle möglichst schnell, zumindest so schnell wie es Radschuhe mit Cleats drunter eben zulassen, zu ihren Rädern zu laufen und das Rennen zu eröffnen.
Da ich aber als vierter Fahrer eingeplant war hatte ich noch ungefähr drei Stunden Zeit bis das Rennen für mich losging. Also nochmal hoch in die Box, Essen, umziehen und hoffen, dass alles gut funktionieren wird. Mittlerweile sah das Wetter wieder etwas besser aus, nachdem es in der Nacht und am Morgen geregnet hat war es jetzt nur noch bewölkt. Nur der Wind wurde von Stunde zu Stunde stärker. Das wurde uns dann nach der ersten Stunde auch von unserem Start Fahrer bestätigt. Speziell auf der Zielgerade und einer langen gerade in der Mitte der Strecke herrschte starker Gegenwind. Nachdem Fahrer 2 und 3 ihre Stints gedreht hatten ging es dann auch bald für mich los. Runter aus der Box, nochmal alles am Rad checken und gründlich warm fahren. Der Fahrer vor mir hatte eine gute Gruppe bekommen und meine Aufgabe war es diese nach dem Wechsel wieder einzuholen um dann locker das Tempo mitfahren zu können.
Nach dem warm fahren dann also in die Wechselzone und warten. An dieser Stelle sollte ich noch kurz erwähnen, dass die Zeitnahme in Zandvoort immer über einen Transponder in einer Trinkflasche funktioniert. Also muss man beim Wechsel darauf achten, die richtige Flasche weiterzugeben.
Es musste aber so kommen wie es kam, unser Fahrer hatte nicht mehr daran gedacht und wollte mir direkt die falsche Flasche rüber geben. Leicht panisch, die Gruppe im Augenwinkel vorbeifahren sehend, macht ich ihm also dann klar, dass ich doch gerne die andere Flasche haben würde und dann ging es auch nach einer gefühlten Ewigkeit los für mich. Die Gruppe hatte in der Zeit natürlich nicht auf mich gewartet und so hieß es direkt das Loch, vielleicht 150 m, wieder zu schließen und die Gruppe einzuholen. Also raus auf die Strecke einmal in der sogenannten Tarzan Bucht beschleunigen, den Rückenwind auf der folgenden Gerade ausnutzen, dann in eine enge links kurve, in der man sich so in die Kurve legt, dass man glaubt jeden Moment mit dem Pedal auf den Asphalt zu kommen. Nach dieser Kurve kommen die beiden Highlights der Strecke, zwei aufeinander folgenden Dünen. Zwei größere Bodenwellen über die man am Anfang der 24H noch gefühlt rüber rollt, welche später aber sehr schmerzhaft sein können. Irgendwo kurz hinter den Dünen hatte ich die Gruppe dann endlich eingeholt. Die Beine wurden auch schon spürbar schwerer und freuten sich jetzt erstmal auf etwas Erholung im Windschatten. Die restlichen Runden des Stints waren recht unspektakulär ich bin dann einige Runden mit der Gruppe gefahren und habe mich dann nach ungefähr einer Stunde auswechseln lassen.

Die nächsten Stunden waren dann geprägt vom ständigen Blick auf die Strecke. Das andere unserer beiden 4er Teams war noch sehr gut im Rennen mit an der Spitze, wir hatten die ersten Runden verloren aber bei uns ging es ja auch zum Glück nicht um eine bestimmte Position.
Die Pausen sind bei einem 4er Team relativ entspannt. Man hat ungefähr drei Stunden Zeit um sich etwas auszuruhen, genügend zu Essen (ganz wichtig!) und sich danach wieder fertig zu machen.
Wir konnten immer wieder einige Zeit in den großen Gruppen mitfahren, leider hatten wir oft aber auch keine Gruppe und mussten uns alleine gegen den Wind schlagen, was sehr viel Zeit und noch mehr Kraft kostet.

Mein erster Nacht Einsatz war um ca 23:30 und für mich mein absoluter Tiefpunkt im Rennen. Eigentlich hatte ich vor möglichst lange zu fahren damit die anderen etwas mehr Pause zur Verfügung haben. Ich bekam aber keine Gruppe und fand auch sonst kaum Fahrer mit denen ich zusammen fahren konnte. Letztlich war ich aber immer noch so schnell, dass mich auch die große Gruppe erst nach ungefähr 50 Minuten eingeholt hatte und da  waren meine Beine dann schon so Platt das ich da nicht mehr mitfahren konnte. Da die Rundenzeiten immer weiter nach oben gingen lies ich mich dann doch auswechseln und hoffen, dass der nächste Fahrer mehr Glück mit der Gruppe hat.

Der zweite meiner Nacht Einsätze war eigentlich schon nicht mehr in der Nacht sondern eher am Anfang der Dämmerung. Am Anfang brauchte ich das Licht noch aber gegen Ende war es vollkommen Nutzlos. Der Stint lief dann auch deutlich besser als der davor. Nicht nur das ich diesmal eine funktionierende Gruppe gefunden hatte ist es immer wieder ein sehr gutes Gefühl nach der langen Nacht eines 24h Rennens morgens in die Dämmerung zu fahren und zu sehen wie wieder alles hell wird und auch generell wieder mehr Leben auf und um die Strecke zu sehen ist. Das Wetter war über Nacht nicht unbedingt besser geworden. Immer wieder gab es kurze Regenschauer und weiterhin starken Wind jetzt am Morgen aber konnte man langsam sehen, dass es besser wird. Nach dem ich dann die Flasche an den nächsten Fahrer übergeben hatte wurde in der Box besprochen wie die letzten Stunden aussehen würden.
Wir hatten uns einige Möglichkeiten überlegt uns aber dann dafür entschieden weiter bei ca 60 Minuten pro Stint zu bleiben, einfach aus dem Grund da wir alle nicht mehr so wahnsinnig viel Lust hatten und das bedeutete, dass weniger Wechsel übrig waren. Für mich bedeutete das, dass ich noch genau einen Einsatz hatte und danach fertig war.

Der letzte Stint war dann nochmal erwartet hart. Ich konnte recht lange mit der großen Führungsgruppe fahren. In den flachen Abschnitten bin ich immer ohne größere Anstrengung nach vorne gefahren damit ich auf den, mittlerweile sehr schmerzhaften, Dünen einige Positionen verlieren konnte ohne den Anschluss an die Gruppe zu verlieren. Irgendwann spürte ich dann das meine Beine das Tempo trotzdem nicht mehr lange mitmachen würden und ich hab mit dem Fahrer aus Team 1 abgesprochen, dass wir den Wechsel zusammen machen würden. Geplant war, dass wir noch drei Runden zusammen in der Gruppe bleiben um dann am Ende in der letzten Kurve vorne aus dem Feld zu gehen um den folgenden Fahrern den Weg zur Gruppe zu vereinfachen.
Kurz danach kam aber alles anders. Vor mir ließ jemand einige Meter zwischen sich und die Gruppe entstehen und fuhr wieder ran. Ich war dann kurz im vollen Gegenwind und hab vielleicht eine Sekunde zu spät reagiert und hatte keine Chance mehr an die Gruppe ranzukommen. Wenige Meter reichten schon in Verbindung mit den ziemlich leeren Beinen aus um mich also aus dem Feld fallen zu lassen.
Die letzten Runden waren dann entsprechen hart und langsam aber irgendwann konnte ich dann endlich wechseln und war fertig. Also nach oben in die Box, etwas ausruhen und dann zu einer schönen heißen Dusche.

Kurz später war das Rennen dann auch durch. Wir sind auf einem guten 15.ten Platz gelandet und alle insgesamt sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Team 1 hatte leider einen Angriff aus der Führungsgruppe verpasst und landete letztendlich in der Top 10. Unsere beiden Einzelstarter haben sich extrem gut gehalten, als wir nach den ersten paar Stunden das Tempo kaum glauben konnten und gedacht hatten die beiden würden noch irgendwann einbrechen landeten sie am Ende auf Platz 1 und 2.

Nachdem wir alle zusammen noch eine letzte Runde gefahren sind, ging es dann ans packen und nach Hause fahren, was nach einem 24h Rennen und ungefähr einer Stunde Schlaf in der Nacht auch nochmal eine ordentliche Aufgabe ist.

Schlussendlich will ich diesen Platz hier wieder nutzen um einen riesen Dank an das Team Rad am Ring auszurichten dafür das wir jetzt zum dritten mal als Team 2 starten durften und ein anstrengendes aber sehr schönes Wochenende in Zandvoort verbringen konnten. Außerdem natürlich noch einen riesen Dank an unsere Boxencrew Jan-Philipp, Pia und Tanja! Jan Philipp und Pia haben sich darauf konzentriert uns mit allem zu versorgen was wir so gebraucht haben, während Tanja sich nahezu die vollen 24h an der Strecke darum gekümmert hat, dass alle Fahrer zur richtigen Zeit fertig in der Wechselzone stehen.

 

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Rennbericht 24h Zandvoort Team Rad am Ring

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Das ganze ging los als ich auf der Rad am Ring Seite eine News gelesen habe: „Team Rad am Ring sucht Fahrer!“. Ich habe nicht lange gewartet und direkt eine kurze Mail geschrieben in der ich mich und meinen sportlichen Verlauf bisher kurz vorgestellt habe, da dachte ich aber noch nicht, dass ich wirklich die Chance bekommen würde mitzufahren. In der Mail stand auch, dass ich dieses Jahr wegen der Marathon Vorbereitung erst ca. 1000km auf dem Renner gesessen habe. Trotzdem kam dann einige Tage später die Mail von Holger Kremers (Streckensprecher bei Rad am Ring):  Ich darf mitfahren! Ursprünglich wurden zwar nur zwei Fahrer gesucht aber da sich so viele gemeldet haben wurden insgesamt sechs Fahrer mitgenommen und statt einem Team gingen zwei Teams für das bekannte 24H Rennen auf der Nordschleife an den Start.

Team 1 ging mit der Last des Titelverteidigers an den Start (letztes Jahr unter schwierigen  Bedingungen zweiter geworden) während wir im zweiten Team einfach das fahren wollten was wir können. Ohne wichtiges Ziel. Einfach nur den Spaß am Event und der Rennatmosphäre genießen.

Die Anfahrt
Also ging es Freitag nach der Arbeit direkt los nach Troisdorf wo wir uns bei Holger getroffen haben um die beiden Autos für Zandvoort zu packen. Dafür hatten wir einen Kleintransporter und einen  größeren Kombi gemietet. Wir haben dann erstmal alle die eigenen Autos leer geräumt, alles auf einen großen Haufen geworfen und waren dann doch ziemlich erstaunt wie viel das ganze war. Immerhin hatten wir 7 Räder, einige Ersatz LRS, RaR Promo Material und Gepäck von 8 Personen mitzunehmen. Mit der Tetris Melodie im Hinterkopf haben wir aber dann doch noch alles in die beiden Autos bekommen. Das ganze hat zwar deutlich länger gedauert als geplant aber nach weiteren 3 Stunden auf der Autobahn sind wir dann in Zandvoort angekommen und konnten unsere VIP-Box beziehen. Danach waren wir noch kurz in Zandvoort etwas essen und dann hieß es schlafen und ausruhen für das Rennen am Samstag.

Morgens, gut ausgeschlafen ging es dann in die Fahrerbesprechung, welche größtenteils auf Niederländisch gehalten wurde. Verstanden haben wir trotzdem alles.

Die Strecke
Gegen halb 12 ging es dann für alle Fahrer auf eine erste Einführungsrunde. Den Kurs kann man leicht unterschätzen, sollte man aber nicht. 4,3km mit ca. 25hm. Hört sich nach nicht viel an. Trotzdem, 24h lang die 3-6% steilen Dünen hochzujagen ist irgendwann dann auch ziemlich schmerzhaft. Hinzu kommt natürlich auch noch, dass die Strecke direkt am Meer liegt und einem der Wind dementsprechend das Leben schwer macht.

Der Start
Unsere Strategie war es von Anfang an erstmal 5 Runden Stints zu fahren. Bei dem guten Wetter und nicht zu starkem Wind bedeutete dies, dass Rundenzeiten von 6 bis 8 Minuten gefahren wurden, also einzel-Stints von etwas über 35 Minuten.
Gestartet wird in Zandvoort ganz nach Le Mans Tradition. Räder stehen auf der einen Seite der Rennstrecke, Fahrer auf der anderen und beim Startschuss ist erstmal sprinten angesagt, natürlich mit Carbonsohle und Cleats unter den Füßen nicht ganz so einfach.

Das Rennen (Anfangsphase)
Die ersten Stints verliefen Problemlos. Ich konnte stabile Zeiten fahren zwischen 7 und 8 Minuten pro Runde. Leider musste ich viel alleine im Wind fahren, da ich selten passende Gruppen gefunden habe. Es gab zwar immer eine oder zwei große Gruppen bei denen ich auch einige Runden mitfahren konnte, meistens wurde dann aber bei den beiden Steigungen in den Dünen attackiert so, dass ich die Gruppe fahren lassen musste und wieder auf mich alleine gestellt war. In den Runden, die ich mit der Gruppe fahren konnte hatte ich aber auch entsprechend gute Zeiten um die 6:40 min bis 7 min. Alleine oder in kleineren Gruppen bin ich dann 7 min bis 7:40 min gefahren.
Immer im Hinterkopf, dass 24h ziemlich lang sind wollte ich auch nicht zu viel geben am Anfang.
Die Strecke selbst lag mir von Runde zu Runde besser. Durch meine beiden Stürze in den letzten Jahren bin ich gerade was kurven angeht ziemlich vorsichtig geworden, doch hier habe ich mich ziemlich schnell an das Tempo gewöhnt und konnte alles fahren ohne bremsen zu müssen. Im Gegenteil sogar, in den meisten Kurven konnte ich weiter kurbeln und hab somit schnell meinen Rhythmus gefunden.

Das Rennen (Nacht)
Für die Nacht hatten wir unsere Taktik etwas verändert. Wir haben uns vorgenommen länger draußen zu bleiben, damit die anderen Fahrer längere Pausen haben und sich etwas besser ausruhen können. In der Nacht musste ich deswegen auch nur einen Stint fahren. Die Runden bin ich von Anfang an etwas ruhiger gefahren als noch am Tag. Es wurden dann 8 Runden in meinem Nacht-Stint. Erst wieder alleine mit Rundenzeiten um die 8 Minuten, später hat sich um mich eine kleine Gruppe gebildet sodass wir uns die Arbeit im Wind teilen konnten und Rundenzeiten um 7:10 fahren konnten.

Das Rennen (Endphase)
Nachdem ich der Nacht etwa 2 Stunden schlafen konnte ging es mir morgens trotzdem nicht gerade gut. Der Magen rebellierte aufgrund der ganzen Gels und Riegel. Pro Stint habe ich meistens vorher ein Gel und nachher einen Riegel gegessen. Richtiges essen fiel mir auch an diesem Wochenende schwer zwischendurch. Nur eine Portion Nudeln vor meinem Nacht Stint habe ich geschafft und ansonsten fast nur Riegel. Dementsprechend schlecht wurden dann auch meine ersten Rundenzeiten die zwischen 8 und 9 Minuten lagen. Auf den letzten beiden Runden des Stints hat mich dann noch die große Gruppe eingeholt und unser Fahrer aus Team 1 hat mich auch noch einmal motiviert diese mitzugehen. Die beiden Runden waren zwar nochmal richtig hart aber ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet das Tempo mitgehen zu können. Auf der letzten Runde konnte ich dann sogar noch aus dem Feld springen und einen kleinen Vorsprung herausfahren, damit der Fahrer nach mir wieder direkt mit dem Feld fahren konnte.

Pünktlich um 12 Uhr war das Rennen dann auch endlich geschafft. Wir standen auf Platz 28 und Team Rad am Ring 1 stand auf Platz 11. Nachdem alle Fahrer ins Ziel gekommen sind haben sich alle Teams noch einmal auf der Strecke gesammelt um eine gemeinsame Abschluss-runde zu fahren.

Fazit
Insgesamt bin ich mit meiner Leistung soweit zufrieden. Ich konnte meine Kräfte ganz gut über die 24h einteilen und konnte meine Rundenzeiten relativ stabil über die Nacht bringen.
Allerdings hätte ich sehr wahrscheinlich mehr an den beiden Dünen arbeiten müssen um mehr im Feld fahren zu können. In der Gruppe konnte ich, abgesehen von den Dünen, recht gut mitfahren. Alleine war mein Schnitt deutlich langsamer aber ich konnte alle anderen Einzelfahrer meistens überholen und hatte auch schnell immer wieder welche in meinem Windschatten hängen. Deswegen denke ich das es vielleicht besser gewesen wäre an den Dünen bis an meine Grenzen zu gehen und mich dann auf dem Rest der Runde in den großen Gruppen etwas zu erholen. Ob ich dann aber mit stabilen Zeiten über die Nacht gekommen wäre weiß ich nicht.

In den 24h bin ich 42 Runden in 5:17:43 gefahren, das sind 176,4 km mit einem Schnitt von 33,5km/h. Meine schnellste Runde dauerte 6:42 min.

Insgesamt habe ich aber wieder viel lernen können. Viele Erkenntnisse für Rad am Ring dieses Jahr gesammelt. Wohl das bisher härteste Wochenende für mich auf dem Rad verbracht.

So möchte ich auch hier nochmal die Gelegenheit nehmen und mich bei allen aus dem Team bedanken, für die Möglichkeit Rad am Ring als Fahrer zu präsentieren, bei Dextro für das Sponsoring Paket  und natürlich bei unserer Boxencrew die sich die ganze Zeit um uns gekümmert hat.

Strava Links: 

Offizielle Bilder mit  mir:
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